Brustverkleinerung bei Frauen (Mammareduktion)

Sehr schwere Brüste können die Frauen sowohl psychisch als auch in ihren Bewegungsmustern (Alltag, Sport, im sozialen Kontext) schwer belasten und die Lebensqualität einschränken. Natürliche, aber zu gross gewachsene Brüste können durch sportliche Aktivitäten kaum verkleinert werden. Gründe für die Vergrösserung der Brüste sind entweder genetischer Natur oder hormonell bedingt (Pubertät, nach einer Schwangerschaft, nach Wechseljahren/Menopause oder Gewichtsschwankungen). Es sind nicht selten grosse angeborene Unterschiede von der einen zur anderen Brust zu finden (Asymmetrien) oder es kommt durch die Entfernung/Rekonstruktion einer Brust bei z. B. Brustkrebs zu Dysbalancen aufgrund einer verbleibenden grossen Brust auf der Gegenseite. Die körperlichen Beschwerden finden sich meistens im Bereich der Brust- und Halswirbelsäule und im Übergang der Hals-Schulter-Region (brachio-cervikal). Diese Beschwerden, die nicht selten neben Verspannungen, Schmerzen und Fehlhaltungen zu starken Einschränkungen des Selbstbewusstseins führen, lassen die Patientinnen sowohl in der Pubertät als auch in allen späteren Lebensphasen zu der Entscheidung einer Brustverkleinerung kommen. Das Ziel der Operation liegt in der Entfernung von überschüssigem Haut-, Fett- und Drüsengewebe und gleichzeitig darin, ein ästhetisch natürliches und schönes Resultat zu erreichen, wobei die Stillfähigkeit theoretisch bleiben kann. Die technischen Möglichkeiten sind sehr vielfältig und umfassen mehr als 40 etablierte Techniken. Die Schnittführung erfolgt entweder um den Warzenhof (Areola), unter dem Warzenhof (subareolär) und/oder in der Brustumschlagsfalte (submammär). Grob können die Techniken in die Gruppe der «T-Technik» (wise pattern) oder «Schlüssellochtechnik» (vertikale Technik) unterschieden werden. Diese Bezeichnungen ergeben sich aus der äusseren Schnittführung, wobei bei beiden Techniken um den Hof herum und vertikal nach unten geschnitten wird, bei der T-Technik kommt es noch zu einem zusätzlichen Schnitt in der Brustumschlagsfalte (Submammärfalte).
Diese Beschreibung erklärt aber nur die äusseren Aspekte, dagegen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Drüsenkörper nach der Gewebeentfernung zu formen und die Durchblutungswege des Warzenhofes festzulegen. Aufgrund der sehr verschiedenen Techniken wird hier auf ein individuelles Aufklärungsgespräch verwiesen, in dem alle Argumente sowie mögliche Komplikationen aufgezeigt werden.