Brustvergrösserung

Die Brustvergrösserung wird in unserem Zentrum mit grosser Erfahrung sowohl mit Silikonprothesen als auch mit Eigenfett durchgeführt. Es kommen bei den Silikonprothesen nur etablierte, qualitativ hochstehende Implantate zur Anwendung, deren Fabriken und Produktion Dr. Wedler persönlich visitiert hat. Brustimplantate können je nach anatomischen Voraussetzungen rund oder tropfenförmig gewählt werden (anatomisch), wobei jedes Modell wiederum in Sub-Typen mit unterschiedlicher Höhe, Projektion, Breite und Volumen gewählt werden kann (>300 Modelle). Bei der «Eigenfettmethode» wird überschüssiges Fett aus einer anderen Körperregion (Beine oder Bauch) über die typische Liposuktion gewonnen (siehe auch Thema: Lipofilling) und unter/um die Brust reinjiziert.

Brustvergrösserung mit Silikonimplantaten

Die Brustvergrösserung mit Silikonimplantaten wird am häufigsten bei jungen Frauen nach der Pubertät mit sehr kleinen Brüsten zwischen dem 19. und 25. Lebensjahr und nach Schwangerschaften meistens im Alter von 30–45 Jahren durchgeführt. Je nach Befund kann die Vergrösserung allein oder in Kombination mit einer Straffung (Mastopexie) einhergehen. Die meist in Vollnarkose durchgeführte Operation kann sowohl ambulant als auch mit Übernachtungen geplant werden. Die Silikonprothesen werden entweder über einen Zugang von der Brustumschlagsfalte (submammär) von 3,5–5 cm Länge oder einen Schnitt entlang des Warzenhofes (periareolär) eingebracht. Es wäre auch möglich, bei den Achselhöhlen einzugehen (transaxillär).
Die Silikonprothesen werden je nach anatomischen Vorgaben, nach dem Wunsch der Patientinnen und gemäss dem Aufklärungsgespräch entweder direkt hinter die Brustdrüse (subglandulär/epipectoral), hinter den grossen Brustmuskel (subpectoral) oder hinter die Muskelhaut (subfaszial) platziert. Sollten die Brüste bereits vor der Operation moderat oder stark hängen (Ptosis) dann wird die Straffung entweder über das Volumen oder aber eine zusätzliche Straffung (siehe auch unter Punkt Mastopexie) erreicht.
Nach der Operation werden ein Brustband und ein BH für 3–4 Wochen verordnet, der die Prothesen in ihrer Position fixieren soll. Ebenso sollte 3–4 Wochen kein Sport getrieben werden und es wird im Aufklärungsgespräch vor der Operation detailliert auf mögliche Komplikationen eingegangen, worin die einzuhaltenden Verhaltensmuster besprochen werden.
Da es sich bei Silikonprothesen um Fremdmaterial handelt, erkennt der Körper dies und umkleidet die Prothesen mit einer Hülle (Kapsel), welche als Spätkomplikation selten verhärten kann (Kapselfibrose).

 

 

Brustvergrösserung mit Eigenfett

Bei dieser Technik wird das Eigenfett – bei genügend zur Verfügung stehendem Fettgewebe ¬– in anderen Körperregionen mittels der Fettabsaugung (Liposuktion) entnommen und steril unter die Brustdrüse injiziert. Diese Technik ist für eine moderate Vergrösserung (z. B. Vergrösserung um eine halbe Körbchengrösse) in einer Sitzung zweckmässig. Bei dem Wunsch einer stärkeren Vergrösserung wird im Aufklärungsgespräch ausdrücklich erwähnt, dass die «Anwachsrate» (take rate) nicht garantiert werden kann und mehrere Eingriffe bis zum Behandlungsziel geplant werden müssen. Es kann nicht eine unbegrenzte Menge an Fettgewebe transplantiert werden, da das Gewebe primär einen Gefässanschluss und damit suffiziente Durchblutung entwickeln muss. In der Literatur wird die take rate mit 50–80% angegeben und diese Erfahrung können wir teilen. Aus dem genannten Grund kann es bei dieser Technik zu 2–3 Eingriffen kommen. Aufgrund der Tatsache des natürlichen Eigengewebes ohne Abstossungsreaktion ist die Methode von grossem Vorteil. Eine Kombination mit der PRP-Technik (siehe Platlet Rich Plasma) verbessert die Anwachsrate des Fettgewebes.