Oberlidstraffung (obere Blepharoplastik)

Die Oberlidstraffung stellt den häufigsten operativen Eingriff im Gesichtsbereich dar. Störend sind meist ein «müder Blick», Schwierigkeiten beim Schminken oder eine Einschränkung des seitlichen Gesichtsfeldes. Die ästhetische Effizienz einer Oberlidstraffung und die kurze Erholungsphase des meist in Lokalanästhesie und ambulant durchgeführten Eingriffes ist für die Altersgruppe von 38¬–70 Jahren sehr attraktiv. Eine individuelle Beratung ist im Vorfeld immer notwendig, meistens ist die Haut-Muskel-Erschlaffung mit einem Herabhängen der Augenbrauen (Augenbrauenptosis) kombiniert.

Bei einer gleichzeitigen Augenbrauenschwäche (Augenbrauenptosis) kann das Gewicht der Augenbrauen dann mehr und mehr auf den Oberlidern zum Liegen kommen, was zu Ermüdungserscheinungen beim Lidöffnen führt (Arbeit vor dem Computer u.v.m.) . Bei dem Aufklärungsgespräch legen wir viel Wert darauf, diese Zusammenhänge zu erklären, damit die Erwartungshaltung realistisch eingeschätzt wird.

Die klassische Blepharoplastik beinhaltet neben der Exzision der überschüssigen Haut oberhalb der Oberlidumschlagsfalte (Supratarsalfalte) die Resektion des hervortretenden (prolabierenden) den Augapfel umgebenden Fetts (orbitales Fett). Nach Spaltung und ggf. zurückhaltender Resektion des Augenringmuskels (M. orbicularis oculi) erfolgt die Darstellung der Trennschicht zwischen dem Muskel und dem darunterliegenden Fettgewebe (Septum orbitale) in seiner gesamten Breite und wird nachfolgend in einem Ausmass von 0,5 cm gespalten. Das hervortretende Fett (Hernienbildung) wird evaluiert und wenn notwendig mittels Strom (bipolare Elektrokoagulation) vorsichtig freipräpariert und über Moskitoklemmen reseziert.

Wenn kein Fett entfernt wird, sollte aber geprüft werden, ob das Septum gestrafft werden muss (Septoraphie).
Am Ende der Operation werden feine Plaster (Steri-Strip) für 5 Tage appliziert und je nachdem, ob die Haut «geklebt» oder genäht wurde, das Pflaster- bzw. Nahtmaterial entfernt.