Brustverkleinerung bei Männern – Gynäkomastie

Auch Männer können unter zu grossen Brüsten (Gynäkomastie) leiden, wobei es sich hier weniger um das Gewicht als eher um den ästhetischen Aspekt handelt.
Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Entweder es besteht eine angeborene Neigung oder es sind hormonelle Einflüsse (endokrinologisch) wie z. B. ein erhöhter Östrogenspiegel bei «Fettsucht» (Morbide Adipositas), bei Erkrankungen der Hoden, Nebenniere, Leber, Schilddrüse oder als Nebenwirkung nach der Einnahme verschiedener Medikamente oder Anabolika. Es kann sich um eine Kombination der Vermehrung des Drüsenkörpers und des umliegenden Fettgewebes handeln. Die Ursache ist massgeblich für die Wahl des Therapieansatzes, nämlich die Fettabsaugung und die Entfernung des Drüsenkörpers (Mastektomie). Vor einer Operation wird eine Blutuntersuchung durch einen Hormon-Spezialisten (Endokrinologen) veranlasst. Sollte sich kein krankhafter Grund für die Gynäkomastie nachweisen lassen, kann die Operation durchgeführt werden.
Fallweise empfehlen wir eine zweiteilige Operation, d. h. erst die Fettabsaugung der gesamten Region des grossen Brustmuskels (regio pectoralis) und nach 3–4 Wochen die Entfernung des Brustdrüsenkörpers über einen «halbmondförmigen» Schnitt entlang des Warzenhofes (semi-peri-areolär). Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass es nach der Absaugung zu einem Zusammenziehen der Haut (Retraktion) kommt. Parallel kann es aber selten auch zu einer Entfernung von überschüssiger Haut kommen, was mit einem erhöhten Narbenbild einhergeht.